Fabre (Marie Joseph Victorin), franz. Schrift-Acdech geb. 19. Juli 1785 zu Jaujac im Depart. rdeche, besuchte das Gymnasium zu Lyon und kam 1803 nach Paris, wo er sich bald durch seine akademischen Preisschriften bekannt machte, wie Eloge de Boileaus (1805), Discours en vers Sur les voyageso (1807), Eloge de Pierre Corneilles (1808), Eloge de la Bruyèren (1810), Tableau de la littérature au XVIIIe siècle (1810) u. s. w. Sein Stil ist lebendig und kraftvoll, zuweilen schwülstig. Er und Delille waren die einzigen, welche es ablehnten, Napoleons Heirat und die Geburt des Königs von Rom in einem Lobgedicht zu feiern; 1813 aber, als es sich darum handelte, das Gefühl des nationalen Widerstandes wieder rege zu machen, leistete er dem Willen Napoleons Gehorsam und schrieb eine Leichenrede uber den am 1. Mai, dem Tage vor der Schlacht bei Lützen, gefallenen Bessieres. Von 1810 bis 1811 und im J. 1823 hielt er im Athenée zu Paris Vorlesungen über die Grundsätze der bürgerlichen Gesellschaft, ein langatmiges Thema, wozu er nicht den Beruf tte. Im J. 1829 gründete er die Tribunev, welche 1830 das Organ der gemäßigten Republikaner ward. F. starb zu Paris 29. Mai 1831. Seine sämtlichen Werke wurden von Sabatier gesammelt und herausgegeben (4 Bde., 1844—45).