Fabre d'Eglantine (biliede Frangois Na28. franz. Lustspieldichter geb. zu Carcassonne menspielen zu Toulouse den Preis der wilden Rose églantine) und fügte dieses Wort seinem Namer ei. Ein regelloses Leben führte ihn auf das Thea ter. Da er nur Mittelmäßiges als Schauspielet leistete, begab er sich im Alter von 30 J. nach Paris, um dort der, Litteratur und Lultpiche zu leben. Er schrieb seit 1787 mehrere Lustspiele, die teils ohne Interesse, teils mit Skandal über die Bühne gingen, bis ihm 1790 die Komödie Le Philinte de Molières außerordentlichen Beifall erwarb. Ihr folgten L'intrigue epistolaire, Le Convalescent de qualitér und andere, die sein dramatisches Talent bekundeten. Beim Ausbruch der Revolution verband er sich, von Ehrgeiz getrieben, mit Desmoulins, Lacroir und Dankon, und als letzterer nach den Ereignissen vom 10. Aug. 1792 das Justizministerium erhielt, wurde er Generalsekretär. Als Abgeordneter von Paris kam er in den Konvent, wo er für den Tod des Königs ohne Berufun stimmte; 1793 wurde er in den Wohlfahrtsausschu gewählt. Obschon des Royalismus verdächtigt und unwürdiger Geldspekulation bezichtigt, klagte er doch die Wucherer im Nationalkonvent an und schlug das Gesetz des Maximums vor. Als er aber dann mit der Partei Dantons gegen die Jakobiner auftrat, bewirkten die Anschuldigungen Heberts auch seine Verhaftung. Am 13. Jan. 1794 der Fälschung von Dokumenten, der Veruntreuung öffentlicher Gelder und des Einverständnisses mit Pitt angeklagt, mußte er mit Danton und andern 5. April das Schafott besteigen. Er starb mutig, indem er mit gefesselten Händen seine ungedruckten Dichtungen unter das Volk verteilte. Seine Komödie Les précepteurso kam zum ersten mal 1799 zur Aufführung und erntete enthusiastischen Beifall. Später erschienen seine Oeuvres posthumes et meléeso (2 Bde., Par. 1802).