FeedFaidit (Gaucelm)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Faidit (Gaucelm), provencal. Dichter aus Uzerche in Limousin, 1 erst das Leben eines Schlemmers und Spielmanns, indem er mit seiner Geliebten, Namens Guillelma, die er dann auch heiratete, umherzog. Später aber wandte er sich dem Hofdienste zu, verherrlichte in seinen Liedern die Dort und gefeierte Vizgräfin Maria von Ventaorn und kam in Gunst bei König Richard I. von England (1189—99), den er auf seinem Kreuzzuge begleitete und dessen Tod er in einem schönen innigen Liede beklagte. Von seinen Liebeshändeln mit einigen vornehmen Damen, die seine dichtexischen Huldigungen annahmen, den leichtgläubigen Dichter aber IOmählich betrogen, berichtet die uns erhaltene provencal. Lebensnachricht. Die Zeit seines Dichtens fällt zwischen 1190 und 1240. Er ist einer der ber und Te Troubadours, von dem sich über 60 Lieer und Tenzonen erhalten haben. Vgl. Rob. Meyer, «Das Leben des Trobadors Gaucelm F. (Heidelb. 1876).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 528Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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