Fasces hießen bei den Römern die Bündel von Ruten oder Stäben, aus deren Mitte ein Beil hervorragte, symbolische Zeichen der höchsten Gewalt über Leiß und Leben. Sie wurden von Liktoren den Königen, in der Zeit der Republik den Konsuln und Prätoren, den erstern zwölf, den zweiten wenigstens in der Provinz sechs, endlich nach Unterang der Republik auch den Kaisern vorangetragen. n der Stadt Rom mußten seit Valerius Publicola, der auch zuerst die F. vor den Versammlungen des Volks zur Anerkennung von dessen Obergewalt senken ließ, die Beile herausgenommen werden, und war nur dem Diktator, dem 24 Liktoren ebenso viele F. vortrugen, die Beibehaltung derselben gestattet.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 592Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei