Feldkirch, Stadt im österr. Lande Vorarlberg an der Ill, 467 müber dem Meere, in eigentümli malerischer Lage, in der Mitte zweier Felsenengen, deren Pässe eine natürliche Festung bilden, ist Sitz eines bischöfl. Generalvikariats, einer Bezirkshauptmannschaft, eines Landesgerichts, einer Finanzbezirksdirektion, eines Hauptsteueramts, eines Hauptzollamts und einer Handelskammer, u. ein k. k. Real- und Obergymnasium, eine Erziehungsanstalt der Mricatn (Stella matutina), eine Volksschule, eine Privatmädchenschule und eine Fachzeichenschule, sowie Baumwollspinnereien, Mühlen, Sägewerke u. s. w. F. ist der Hauptknotenpunkt für das Eisenbahn-(Vorarlberger Bahn: Bludenz-Lindau und Feldkirch-Buchs), Straßen- und Verkehrsnetz vom Lande Vorarlberg und zählt (1880) 3600 fast ausschließlich kath. E. Sehenswert sind die restaurierte got. Pfarrkirche von 1487, das neue große Spital- und Pfründhaus mit Badeanstalt und der botanische Garten mit der alpinen Anlage; ferner der schöne Rathaussaal. Über der Stadt erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe am Fuße des Steinwaldes die Ruine der alten Schattenburg, einst der Sitz der Grafen von Montfort. Graf Rudolf IV. verkaufte die Herrschaft F. 1377 an Ssterreich. Etwa 1, Kkmtwestlich von der Stadt, am linken Ufer der Ill, liegt der Margaretenkapf (557 m) mit Parkanlagen und schöner Aussicht über das ganze Rheinthal vom Falknis bis zum Bodensee. Vgl. Vonbun, «F. und seine Umgebunge (Innsbr. 1868); & F. und seine Umgebungen (Innsbr. u. Feldkirch 1875).