Ferdinand I., König von Neapel, der Gründer des aragonischen Hauses in Neapel (ohne Sicilien), welches ihm, einem natürlichen Sohne Alfons' V. von Aragonien (s. d.), nach dem Tode des Vaters 1458 zugefallen war. Mit großer Geschicklichkeit wußte er den Trotz der Barone zu brechen und dem übermäßigen Einflusse des Papstes Grenzen zu ziehen. Handel und Gewerbe, Künste und Wissenschaften fanden an ihm einen eifrigen Förderer. Im folgte 1494 sein Sohn Alfons II. welcher aber dald, von den Franzosen bedroht, zu Gunsten seines Sohnes Ferdinand II. abdankte.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 683Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei