Friedrich II., König von Sicilien, war der jüngste Sohn des Königs Peter III. von Aragonien, welchen die Sicilier zum Herrn angenommen, als sie sich 1282 durch die Sicilische Vesper von der Herrschaft der franz. Anjou in Neapel befreit hatten. F.s älterer Bruder, Jakob II. von Aragonien, gab 1295 auf Andringen des Papstes Sicilien wieder auf, und nun wählte die Insel, um ihre Selbständigkeit zu bewahren, F. zum König, der sich auch als solcher behauptete. Er heißt der zweite, weil vorher schon ein F., der Kaiser Friedrich II., über Sicilien regiert hatte. Sicilien erhielt in seiner Zeit eine förmliche Konstitution, in welcher ein jährlicher Reichstag festgesetzt ward zur allgemeinen Kontrolle des Staats. Auch sonst fand eine reiche Gesetzgebung statt. Die von F. (gest. 1337) begründete aragonische Dynastie in Sicilien dauerte fort bis auf Friedrich III. (gest. 1377), dessen Tochter Maria die Krone ihrem Gemahl Martin von Aragonien zubrachte. Seit dessen Tod 1409 blieb Sicilien bis ins 18. Jahrh. mit Aragonien und später mit Spanien vereinigt.