Ferté-Macé (La), Stadt im Depart. Orne, Arrondissement Domfront, 22 km östlich von Domfront, in 220 me Höhe, Endstation der Lokalbahn Briouze-La Ferté-Macé, zählt (1876) 6392 (Gemeinde 9769) E. und hat eine Ratskammer für Künste und Manufakturen, ein Seminar, wichtige Webereien, Fabrikation von Werkzeug, Passementerie, Bändern, Überschuhen. Ehemals war es eine wichtige Herrschaft der Familie Bouchet. „Ferté-Milon (La), Flecken im Depart. Aisne, Arrondissement Chäteau⸗ hierry, 12 km westlich von Neuilly-St.⸗Front, links am Ourcq, in 113 m Höhe, zählt w1590 E. Die Steinbrüche, welche einst den Reichtum des Landes ausmachten, werden kaum noch ausgebeutet. Die beiden Kirchen aus dem 15. und 16. Jahrh. sind durch schöne Glasmalereien ausgezeichnet. Die in Resten vorhandenen Wälle stammen aus dem 13. Jahrh. Gegen 1400 baute hier Ludwig von Orléans, der Bruder Karls VI., ein militärisches Schloß, von welchem nur noch die Fronte steht, deren riesige Mauer von drei gigantischen Türmen flankiert und von einem schönen 7 durchbrochen ist. Heinrich IV. ließ das Schloß zerstören, das den Liguisten als Schutzwehr gedient hatte. Hier wurde 1639 Racine geboren. F., im 10. Jahrh. Firmitas Milonis im pagus Suessonicus, gehörte später zur Grafschaft Balois und kam 1515 mit dieser an die Krone.