Finke (Pringilla) ist der Name einer zur Abteilung der Kegelschnäbleroder Sperlingsvögel (Passeres) gehörigen Vogelgattung, welche als Typus einer eigenen, freilich sehr verschieden begrenzten Familie betrachtet wird, welche sich durch den kegelförmigen gewölbten Schnabel ohne hakige Spitze, runde Nasenlöcher, neun Schwingen an dem Handteil des Flügels und Wandelfüße mit kurzem, der Mittelzehe gleich langem Lauf unterscheidet. Die Familie der Finken zählt etwa 500, in zahlreiche Gattungen und Gruppen verteilte Arten. Die eigentlichen F. oder Edelfinken, welche die Gattung Fringilla bilden, haben einen geradfirstigen, vorn kaum zusammengedrückten Schnabel, schmale, spitzige Flügel, an denen die zweite Schwingfeder die längste ist, und einen stumpf ausgeschnittenen Schwanz. Sie bauen kunstreiche Nester und sind meist als Sänger und Stubenvögel geschätzt. Zu ihnen gehört der allbekannte Buchfinke (F. coelebs), welcher ganz Europa bewohnt, auch in Abessinien angetroffen wird und wegen seines angenehmen Gesangs (Finkenschlag) ein geschätzter Stubenvogel ist. Sein Gesang ist sehr mannigfach und bei den verschiedenen Individuen oft gleichfalls verschieden, sodaß die Liebhaber eine Menge von Schlägen unterschieden haben, welche vorzüglich nach den Endtönen oft wunderlich genug benannt sind. Der Buchfinke zeigt viel Unverträglichkeit, was die Vogelsteller zu dem sog. Finkenstechen benutzen, indem sie einzahmes Männchen, an dessen Flügelein mit Vogelleim bestrichenes Stäbchen gebunden ist, im Walde hinsetzen, auf welches, sobald es seinen Lockton erschallen läßt, alsbald eins der freien Männchen herabstürzt, um es zu beißen, und so an dem Stäbchen festklebt. (Hierzu Abbildung auf Tafel: Singvögel II.) Der Schneefinke (F. hiemalis), auf den Alpen, Pyrenäen und Karpaten, ferner in Sibirien und ganz Mittelasien heimisch, hat nur einen unvollkommenen Gesang und wird in Nordamerika durch eine ähnliche Art, den Winterfink (F. hyemalis), vertreten, deren Fleisch in Neuyork und andern nordamerik. Küstenstädten für einen Leckerbissen gilt. Der Bergfinke (F. montifringilla), der im Oktober und November aus dem Norden her in Scharen durch Deutschland zieht, singt nicht, wird aber, trotz seines bissigen Charakters, doch des schönen Aussehens wegen zuweilen in Bauern gehalten. Er zeichnet sich durch einen langen, gekrümmten Nagel an der Hinterzehe aus. In neuerer Zeit werden aus allen übrigen Weltteilen eine Menge finkenartiger Vögel, die sich meist durch ihr schönes Gefieder auszeichnen und die man unter dem Namen der Prachtfinken (s. d.) zusammenfassen kann, in den Handel gebracht. schiffe die längs der obern Bordwand (Verschanzung) von vorn nach hinten laufenden Kästen, welche während des Tags zur Aufnahme der zusammengeschnürten Hängematten der Besatzung bestimmt sind. In frühern Zeiten, als die Geschütze noch schwächeres Kaliber und bedeutend geringere Durchschlagskraft hatten als heutzutage, dienten sie für die Mannschaften auf dem Oberdeck als Brustwehr. Jetzt können sie nur höchstens noch gegen Flintenkugeln Schutz gewähren. Durch das Hineinpacken der Hängematten in die F. wird einmal in den untern Räumen des Schiffs, wo die Mannschaften schlafen, während des Tags Platz gewonnen und außerdem werden jene dadurch mit der frischen Luft in Berührung gebracht und gelüftet, da sie bei gutem Wetter stets unbedeckt liegen und nur bei schlechtem durch wasserdichte überzüge (Finkennetzkleider) gegen Nässe geschützt werden.