Fleckeisen (Alfred), namhafter Philolog, geb. 23. Sept. 1820 in Wolfenbüttel, besuchte 1829— 30 das Gymnasium in Helmstedt, studierte 1839 —42 in Göttingen, wo Schneidewin den nachhaltigsten Einfluß auf ihn übte, und trat im Herbst 1842 eine Privatlehrerstelle in Idstein an. In dieser Stellung bestand er das Staatsexamen und wirkte 1846—51 als Kollaborator am Gymnasium in Weilburg an der Lahn. Im Herbst 1851 siedelte er nach Dresden über als Lehrer an der Blochmannschen Erziehungsanstalt und dem damit vereinigten Vitzthumschen Gymnasium, folgte aber Ostern 1854 einem Rufe als Professor am Gymnasium in Frankfurt a. M. Als im Herbst 1861 das Vitzthumsche Gymnasium in Dresden als öffentliches neu organisiert wurde, kehrte. er als Konrektor desselben nach Dresden zurück. Seine litterarische Thätigkeit ist, abgesehen von der Redaction der (Jahnschen) „Jahrbücher für Philologie und Pädagogike, deren erste Abteilung für klassische Philologie er seit 1855 herausgibt, der Erforschung der ältern lat. Sprache und Litteratur, sowie der Kritik der seenischen Dichter, namentlich des Plautus und des Terentius, gewidmet. Die beiden genannten Dichter hat er auch in der Bibliotheca Teubnerianas herausgegeben.