Flüggen (Gisbert), deutscher Genremaler, geb. zu Köln 9. Febr. 1811, war infolge ungünstiger Familienverhältnisse schon als Knabe gezwungen, in einer Fabrik für seinen Unterhalt zu sorgen, als ihn eine Erbschaft in den Stand setzte, seiner Neigung zu folgen und sich der Kunst zu widmen. Im J. 1835 siedelte er sich bleibend in München an. Seine Bilder sind zahlreich und in Europa und Amerika zerstreut. Unter düsseldorfer Einflüssen stehend, aber auch sichtlich durch Hogarths Beispiel angeregt, suchte er besonders durch technisch sorgfältige Darstellungen von Rußerlichkeiten, wie Hausrat, Stoffe, seinen Gemälden einen besondern Reiz zu verleihen. Unter seinen Werken sind hervorzuheben: die überraschten Diener (früher in der Leuchtenbergschen Galerie, jetzt in Petersburg), die Prozeßentscheidung (Privatbesitz in Potsdam), die Verlobung, die Weinprobe, der Morgenkuß, die Testamentseröffnung u. s. w. Mehrere mußte er wiederholen, wie die Erbschleicher (Galerie in Hannover) und die Genesende. Den Börsenspekulanten zählt man zu seinen besten Arbeiten, sowie die letzten Augenblicke Friedrich Augusts, Königs von Sachsen, in Tirol. An diesem Bilde sind alle Figuren nach dem Leben und auch die Ortlichkeit nach der Wirklichkeit aufgenommen. Sein letztes Bild, welches in ganz Deutschland Anerkennung fand, stellt das Vorzimmer eines Fürsten dar (Pinakothek in München). Doch ehe er die letzte Hand an dasselbe legen konnte, starb er 3. Sept. 1859. Sein Sohn, Joseph F., geb. zu München 3. April 1842, bildete sich unter Pilotys Leitung zum Maler und unternahm dann Studienreisen nach Paris, London, Brüssel und Antwerpen. Zu seinen bekanntern Gemälden gehören: der Wirtin Töchterlein (nach Uhland, 1869), das schmollende Liebespaar, Milton, das (Verlorene Paradiesv diktierend, die Landgräfin Margarete von ihren Kindern Abschied nehmend, Regina Imhof (spätere Gemahlin Georg Fuggers), die Brautgeschenke empfangend (1877). lughähne, s. unter Fliegende Fische. lughörnchen, s. unter Eichhörnchen. lughühner, s. unter Hühnervögel. lughunde, s. Fledermäuse. lugmaschine, s. unter Fliegen (Bewegung) und Luftschiffahrt. lugsand nennt man feinkörnige Quarzsande, welche im trockenen Zustande leicht beweglich vom Winde fortgeführt werden. Der F. findet sich nain den 9 am Strande des Meers, von wo aus er in der Richtung der herrschenden Winde fortgetrieben wird. Der Wind häuft den Sand zu langgestreckten Hügeln zusammen (Dünen, s. d.), und treibt beständig neue Massen an deren Windseite in die Höhe. Sobald die Sandkörner den Dünenkamm erreicht haben, so fallen sie auf der entgegengesetzten, vor der Wirkung des Windes geschützten Seite nieder und bilden hier eine steilere natürliche Böschung. Indem nun der Wind die eine Seite der Düne kontinuierlich benagt, auf der andern Seite aber den Sand wieder ablagert, rücken die Dünen langsam landeinwärts, sodaß sie allmählich weite fruchtbare Landstriche und mit ihnen ganze Ortschaften verschütten können, von denen dann nur noch die Türme und Schornsteine aus dem F. herausragen (Bretagne, preuß. Ostseeküste). In Sandwüsten, so in der Sahara, am Kaspischen Meere, wiederholen sich diese Erscheinungen. So wurde der früher in das Kaspische Meer fließende Amu-⸗Darja durch den F. in den Aralsee abgelenkt.