Flußgötter, nach der griech. Mythe Söhne des Okeanos oder des Zeus, hießen die als Götter personifizierten Flüsse oder die in denselben waltenden Götter. Sie wurden besonders in älterer Zeit gern in Stiergestalt dargestellt, hier und da ganz als Stiere, öfter als Stiere mit dem Vorderleibe eines Menschen oder mit einem gehörnten Menschenkopf, oder auch als mit Stierhörnern versehene Menschen. Namentlich sind von dem Acheloos die verschiedenartigsten Darstellungen erhalten. Am häufigsten aber findet man die F. in rein menschlicher Bildung, gewöhnlich bequem gelagert, den einen Arm auf eine Urne gestützt, und oft mit Schilf, Füllhorn, Ruder oder andern Attributen ausgestattet. Im einzelnen werden Bildung und Attribute durch die Beschaffenheit des Flusses, die Natur des Landes, die Schicksale des Volks, welches an dem Flusse wohnte, genauer bestimmt, z. B. bei der berühmten Statue des Nil oder der des Tiber, den die Wölfin mit den Zwillingen bezeichnet.