Feedband
TierreichBau-Lexikon 1881

band, dessen Bandhaken an einem den Lappen gleichenden Blech befestigt ist, besteht also aus zwei Lappen a und d, welche zu Hülsen umgebogen sind. In die Hülse des unteren Lappens ist der Dorn b bei ceeingenietet, und die obere Hülse dreht sich um diesen Dorn. Damit die Hülsen beider Bandtheile sich nicht reiben, wird in die obere der kleine Dorn e, frz. vase, geschraubt, der, gleich dem unteren, etwas abgerundet und so lang ist, daß zwischen beiden Bandhülsen etwas Spielraum bleibt. Der untere Bandtheil wird in den Blindrahmen des Fensters oder in das Thürfutter eingelassen und darin vernagelt. Der zweite, obere Bandtheil wird in den beweglichen Flügel eingesteckt und ebenfalls durch Nägel oder Schrauben befestigt. Werden Fischbänder bei beweglichen eisernen Flügeln angewendet, so schraubt man sie auf die Rahmschienen. Größe und Stärke der Fischbänder richtet sich natürlich nach der Größe und Schwere der Fenster, Thüren u. Thore, an welche sie angeschlagen werden. Ebenso hängt es von der Größe der Fenster und Thüren ab, ob zwei oder drei Bänder — selten mehr — in der Höhe des beweglichen Flügels angeschlagen werden müssen. Fischbänder finden die häufigste Anwendung, weil sie in das Holz eingelassen werden, also nur die Drehhülsen sichtbar bleiben und so die Ansicht der Thüren und Fenster nicht sehr stören. — 4. Kreuzband, frz. poramelle sirnple en T, Té, m., Tésimple, engl. double garnet (in Schottland eross-tailed hinge). Bei schweren Thüren, bes. Hausthüren, wendet man dieses häufig an. In Fig. 406 u. 407 ist ein solches in etwa ½ der natürlichen Größe dargestellt und zwar als Dornband, frz. fiche en P, konstruirt, während die Kreuzbänder eben so häufig als Hakenbänder vorkommen. Fig. 407 giebt Ansicht und Grundriß, Fig. 406 einen Durchschnitt durch die Hülsen. Auf der Eisenplatte à sind die beiden Leisten b, baufgenietet oder mit der Platte a aus einem Stück geschmiedet. Zwischen beide Leisten ist die horizontale Eisenplatte 6 eingesetzt, welche am andern Ende zur Charnierhülse e umgebogen ist u. den Dorn h des im Thürgewände befestigten Hakens g umschließt. Der Dorn h wird entweder von unten eingeschraubt oder mittels der Nieten i m eingenietet. In die obere Bandhülfe e ist der Dorn keingeschraubt. Auch hier sollten stets beide Dörner auf einander ruhen u. zwischen beiden Bandhülsen einen Spielraum lassen. Das Band wird mittels der starken, durch das Thürrahmstück durchgesteckten Schraube d und durch 8 versenkte Schrauben, welche durch das in das Holz eingelassene Blech ageschraubt werden, an die Thüre befestigt. Wenn die Eisenplatte a,

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 246Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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