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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Braunspat, m., frz. dolomite, f., eine Abart des Kalkspats, meist grünlich-, gelblich⸗, röthlich⸗, milchweiß, vom 1Röthlichen ins Rosenrothe, Blutrotheu. Braunrotheüberrgehend. Sein Bruch ist derb, eingesprengt, mitunter auch eiförmig-kugelig, zerfressen u. mit tafelartigen Eindrücken 1auf einer zartdrusischen Oberfläche versehen; häufig kommt eer auch krystallisirt vor. Er ist etwas härter als Kalkstein, spröde, leicht zersprengbar u. ziemlich schwer; man findet nihn in dem sächsischen Erzgebirge bei Freiberg, Schneeberg, Annaberg eu. im Neustädter Kreise bei Kunersdorf, ferner „in Böhmen, Schwaben, Thüringen u. im Harz. Er giebt . gebrannt einen sehr guten, wasserdichten Mörtel. W. e und Manganhyperoryd, n., Glasmacherseife, f., frz. manganese m. OXydE, savon m. de verrerie, pyrolusite, m., engl. black-wad, manganese-ore, besteht aus Mangan und Sauerstoff im Gewichtsverhältnis 56: 32, findet sich in geraden rhombischen Säulen od. strahlig krystallinischen Massen, sehr schwer, stahlgrau, im böhmischen u. im sächsischen Erzgebirge, am Harz, in Thüringen, Schlesien, Ungarn etc. Meist erscheinen Manganerze, welche in der Allgemeinheit ihrer Verbreitung dem Eisen und seinen Erzen wenig nachstehen, auf Gängen, minder häufig auf Lagern u. nur selten rein od. in großen Stücken; wird in der Glasfabrikation, Schmelzmalerei, Papierfärberei, zu Darstellung von Sauerstoff und Chlor etc. verwendet. W.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 469Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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