Chevet, m., frz., 1. so heißen die Chorschlüsse (s. d. Art. Chor) mittelalterlicher Kirchen, besonders aber diejenigen unter diesen Chorschlüssen, welche, weil sich das Seitenschiff als Chorumgang um dieselben herumzieht, nicht durch Mauern mit Fenstern umschlossen sind, sondern von einer Pfeilerreihe umgeben werden, deren Bogenöffnungen den Chorraum mit dem Umgang verbinden und nur in ihrem unteren Theil durch Chorschranken geschlossen sind. Der Untertheil des Chors erhält bei dieser Anordnung nur indirektes Licht; der Obertheil wird direkt durch Fenster HEIDELBERG O Université beleuchtet, welche über dem Dach des Seitenschiffes stehen, an welches sich oft noch ein Kapellenkranz anlegt. Die Anordnung eines solchen
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 39Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei