Crispin, Heiliger und Märtyrer, stammte aus einer vornehmen röm. Familie und floh mit seinem Bruder Crispianus um die Mitte des 3. Jahrh. aus Rom nach Soissons, wo beide das Schuhmacherhandwerk trieben (dessen Patrone sie deshalb geworden sind), aber um 287 dadurch den Märtyrertod erlitten, daß sie in einen Kessel mit ge-Wultateitei Blei Unach d. wurden. Sein Wohlthätigkeitssinn soll nach der Legende so groß gewesen sein, daß er das Leder stahl, um davon für die Armen Schuhe zu fertigen. Daher nennt man Wohlthaten, die auf Kosten anderer erzeigt werden, Crispinaden. Der gemeinsame Gedächtnistag der beiden Brüder ist der 25. Okt. Erispin, komische Maskenrolle des franz. Rfig ters, ein Bedienter, der entweder durch seine Pfiffigkeit seinem Herrn bei Liebeshändeln förderlich oder durch seine Der berhhun und Tölpelhaftigkeit hinderlich ist. Der berühmte franz. S auspieler R. Poisson brachte zuerst (um 1660) diesen Charakter auf die Bühne, indem er versuchte, dem ital. Arleechino einen national-franz. Arlequin zur Seite zu stellen. Der C. geht schwarz gekleidet, gleich dem Scapin, unterscheidet sich aber von diesem durch schwarze Gamaschen, einen breiten, gelben Ledergurt dicht unter der Brust, an dem ein kleiner Stoßdegen hängt, durch eine enge schwarze Kappe und runden Hut und die auffallende Kürze seines span. Mantels. Das Stottern, welches Poisson eigen war, gehörte später zu den charakteristischen Eigentümlichkeiten des C., dessen Blütezeit bis 1730 dauerte. In der zweiten Hälfte des vorigen Ba rhunderts spielte der C. auch auf der deutschen ühne eine nicht unwichtige Rolle. aus dessen erster Ehe mit Minerrina, wurde 1. März 317 (damals 16 oder 18 J. alt) durch seinen Vater zum Cäsar erhoben und mit der Regentschaft in Gallien sowie später mit dem Kriege gegen die Franken am Rhein betraut, den C. glücklich führte. n Konstantins letztem großen Kriege gegen Licinius, den Kaiser des Ostens, führte C. die von Thessalonich aus operierende Flotte, und erkämpfte 323 bei Kallipolis im Hellespont einen glänzenden Sieg über die Geschwader des Lieinius. Infolge von Verleumdungen, die vermutlich von des Kaisers zweiten Gemahlin, Fausta, ausgingen, ließ jedoch Konstantin im Sommer 326 in der istrischen Stadt Pola den C. töten, und bald nachher aus Reue über diese That die Kaiserin ebenfalls ermorden.