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Handwerk & GewerbeBau-Lexikon 1881

Dammarharz, m., Dammarputi, auch Katzenaugenharz gen., frz. résine f. de dammar, dammara, m., engl. dammar, cat's-eye-gum. 1. Natürliches D. kommt aus dem Stamm der bis 30 m. hoch werdenden Dammarsichte Dammara alba, Agathis Dammara, loranthifolia, Dammara australis, Fam. Zapfenfrüchtler), die auf den Inseln des Großen Ozeans u. Südasiens, bes. auf den Sundainseln u. Molukken, wächst. Es bildet auch einen Hauptausfuhrartikel Neuseelands und wird dort an solchen Stellen aus dem Boden gegraben, auf welchen ehedem Dammarawaldungen standen. Eine andere Sorte D. stammt von dem Dammarbaum Sumatra's (Aleurites moluccana, Fam. Wolfsmilchgewächse). Das Harz fließt von Auswüchsen an den Wurzeln als klebriger Balsam aus, welcher nach längerer Zeit an der Luft zu einem gelblichweißen, spröden, durchsichtigen Harz mit glänzendem Bruch erhärtet. Ein ähnliches Harz fließt aus den bis 40 m. hohen Kaurifichten der nördlichen Insel von Neuseeland aus. Man unterscheidet im Handel Dammarbattu von Malakka, Dammar-Selo von Java, sehr hart, Dammar-piteh, das weicher ist. Das Harz ist theilweise lösbar in kaltem, völlig auflösbar in kochendem Alkohol und in ätherischen und fetten Oelen. Man verwendet es zur Darstellung des Dammarlackes (. d.). — 2. Ein Kalfatertheer, aus gepulvertem Kalk, Bambusrinde und Pimeleaharz gemischt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 122Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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