Dampfkolben, m., frz. piston à vapeur, engl.steampiston, Maschinentheil einer Dampfmaschine, der sich im Cylinder auf u. nieder bewegt. An ihm ist die Kolbenstange befestigt, welche die Bewegung fortpflanzt. Das Ende der Kolbenstange, welches die Form eines abgestumpften Kegels hat, mündet in die Mitte des gußeisernen Kolbenstockes (eigentlichen Körpers des Kolbens); an diesen wird mittels Schrauben der ebenfalls gußeiserne Deckel befestigt. Um den Kolben so der Cylinderwand anzupassen, daß bei der Bewegung im Cylinder kein Dampf aus der einen Abtheilung des Cylinders in die andere dringen kann, dient die Liderung (s. d.); dies geschieht entweder mittels über einander liegender Dichtungsringe aus Gußeisen, Stahl, Schmiedeeifen, Rothguß od. Weißguß; am zweckmäßigsten ist weiches Gußeisen oder Weißguß. Am besten arbeiten die Liderungen aus vollen, einseitig aufgeschnittenen Ringen. Bei geringem atmosphärischen Druck wird Hanfdichtung angewandt. Ist D der Durchmesser des Kolbens in em., so nimmt man die Höhe der Metalldichtung nach Hanfdichtung doppelt so hoch. So.