Decimalstelle, f. (Arithm.), ist eine Rangordnung im Decimalbruch (s. d.) hinter dem Komma: die erste D. enthält Zehntel, die zweite Hundertel etc. Die Ziffer in der dritten D. od. die dritte Decimale bei , ist 6. Je größer die Genauigkeit der Rechnung ist, auf desto mehr Din muß man Rücksicht nehmen; doch wird natürlich die Rechnung immer komplizirter, je mehr Stellen man benutzt. Will man bei einem Dezimalbruch die letzte D. weglassen, so kann man dies, wenn die Genauigkeit der Rechnung es sonst gestattet, ohne Veränderung der vorhergehenden thun, sobald diese Decimale kleiner als 5 ist; ist sie aber größer als 5, so erhöht man die vorhergehende Decimale um Eins. Derimalsystem, m., Zahlen⸗ oder Mäßsystem, bei welchem 10 Einheiten derselben niederen Ordnung od. Klasse eine Einheit der nächstfolgenden höheren Ordnung bilden; so ist das gewöhnliche Zahlensystem, nach welchem wir zählen, ein Decimalzahlensystem oder dekadisches Zahlensystem, mit den Klassen der Einer, Zehner, Hunderter re. Aehnlich spricht man bei Mäßen von D., wenn z. B. eine Ruthe 10 Fuß, 1 Fuß 10 Zoll etc. hat, od. von Duodecimalsystem, wenn 1 Ruthe 12 Fuß, 1 Fuß 12 Zoll etc. hat. Déeimètre, m., frz., der zehnte Theil eines metre (s. d.).