Fall, m., frzchute, f., engl. fall, I. die freiwillige Bewegung aller losgelassenen schweren Körper; die Fallge. tschwindigkeiten wachsen mit den Zeiträumen wie die ungeraden Zahlen; ein Körper fällt also in der ersten, zweiten, 2Ndritten etc. Sekunde 1, 3, 5, 7 etc. Raumeinheiten, die Fall. „räume aber wachsen mit den Quadraten der Zeiten, s. d. Art. d Acceleration; ein Körper also, der in 1 Sekunde eine Raum⸗ ⸗einheit zurücklegte, hat in 2 Sekunden 2*=4 Raumeinr.heiten zurückgelegt; nach den genauesten Untersuchungen durchläuft ein freifallender Körper im luftleeren Raum in i der ersten Sekunde einen Raum (Fallraum) von 4,m.) . die Endgeschwindigkeit, welche ein Körper durch den freien r Fall nach Ablauf der ersten Sekunde erhalten hat, ist gleich rdem doppelten des in der gleichen Zeit durchfallenen e Raumes, d. i. — 9, m.; diese Zahl (die Fallbeschleunigung oder Beschleunigung der Schwere) wird jetzt fast „alllgemein durch g(früher durch 2g) bezeichnet, und es ist rdemnach g/2 4,4% m. gleich dem in der ersten Sekunde ) durchfallenen Raum. Die verschiedene Dichtigkeit der tt Körper, der Luft re. verändern zwar die Fallgeschwindigkeit etwas, dot chnur ⁰0 wenig, daß man, ohne viel zu fehlen, die Fallbeschleunigung 2 + 9,803s m. oder für die Praxis genügend 9,8 m. annehmen kann. Die Endgeschwindig-Fallhöhe, d. h. der gesamte Fallraum h nach 66 Sekunden, — 2. frz. pente, engl. descent, declivity, . v. v. w. Gefälle (s. d.). — 3. Fall einer Schleuse, frz. sas, m., engl. likt, s. d. Art. Schleuse. — 4. Fall, n., frz. drisse, . „engl, halliard, ital. drizza, span. driza, laufendes T Tau, wontit Ragen, Segel 26. aufge hißt werden. SMN0. Fallbaum, Fallpfahl, m., frz. orgue, f., engl. alltree, ital. sbarra, span barrera, s. Fallgatter. Die Fallbäume werden oft ohnee gegens seitigen Zusammenhang, bei schmalen Pforten auch einzeln zu demselben Zweck verwendet. Fallblack, m., span. maza, auch Schuhblock, s. v. w. Rammbär, s. d. Art. Bär e n. 1. (Mühlb.), frz. traquet, Falle 1.— 2. (Kriegsb.), frz bascule, engl. trap, span. bascula, Palanca, trompa, »Klappe über eine Fallgrube, welche beim Betreten niederfällt. Fallbrücke, f. 1. frz. pont-levis, m., engl. trap-bridge, ital. ponte levatoj 0/ span. pue ate ieradico, auch Aufziehbrücke, Zugbrücke, s. Brücke VI. 1. — 2. s. v. w. Fallbret 2. Falle, f., 1. (Mühlb.) das Schndhret des Ablasses. — 2. v. W. Fallthülre (s. d.). — 3. Auch Schlinge, Attrappe, frz. attrape, engl. trap-diteh, s. v. w. Fallgrube . rz. Pene, engl. bolt (Schloss.), in einem Schloß der Riegel, der in das Schließblech, 2———— Schließkappe od. den Schließhaken einföllt u. dadurch die Thüre zuhält. Wenn sich die Falle a) in horizontaler Richtung bewegt, so heißt sie schießende od. Dresdner Falle, frz. pene Lre bec e cane engl. spring-bolt, sliding holt, zbeschreibt sie b) durch den Drücker einen Bogen, so heißt sie hebende Falle, frz. péne dormant, battant loquet, engl. dormant bolt; hat sie e) keine Feder, s o heißt sie deutsche Falle od. Fallklinke blech, bei Kastenschlössern in die Schließkappe oder den Schließhaken. Fallen, n. (Bergw.), die Lage u. Neigung einer Lagerstätte, eines Ortes oder einer Schnur gegen den Horizont. Fällen der Bäume, n. frz. oonpe, k. engl. felling, cutting-down. Der erste Theil der L rbeit, das Anfällen, geschieht mit einer langstieligen Axt, dem Fällbeil, engl. kelling-axe, indem man den Baum dichtüber seinerWurzel auf der einen Seite einkerbt, worauf man dann auf der entgegengesetzten Seite, etwas höher als die erste Einkerbung, bis zu dieser einhaut oder auch mit einer großen Säge einschneidet. Vergleiche jedoch d. Art. Baumfällen. Die dort erwähnte Dirigirung der Fallrichtung kann man durch Ziehen an oben befestigten Seilen bewerkstelligen. Die beste Zeit zum Fällen der Bäume (Fällzeit) ist, wenn das Holz sozusagen reif, wenn die inneren Holzschichten vollkommen gebildet und der Saft in Ruhe ist; vergl. dar. d. Art. Bauholz CO. a, sowie Fäulnis, Hausschwamm etc. Die Dauer des Eichenholzes wird ungemein erhöht, wenn man den Stamm im Mai über dem Stammende einige Fuß hoch abschält, s. auch d. Art. abkränzen, u. den Sommer über ausgrünen und abtrocknen läßt. fallend, adj., heißt ein Minengang, wenn derselbe nach der . hin abfällt. Fallenfeder, k., frz. ressort du loquet, die Feder in einem Schloß, welche die Falle dirigirt. Fallenschloß, v., frz. serrure f. à péne dormant et loquet, engl. trunk⸗ Jock, lock with fallinglatch, Schloß, welches blos eine hebende 2865 hat, also nicht zum Verschließen eingerichtet ist; s. d. Art. Schloß. SIIoTHEK Fallgatter, n., Katarakt, Befallgatter, frz. berse, sarrasine, f., engl. herse, harrow, ital.saracinesca, span. rastrillolat. hercia, cataracta, restellus, Gatter an Burgthoren, Festungsthoren etc., besteht aus unten zugespitzten, mit Eisen beschlagenen Pfählen, Kallbäumen od. Fallpfählen, durch Querhölzer mit einander verbunden u. an einer Welle in den Festungsthoren aufgehangen; man kann sie bei Ueberfällen schnell herunterlassen mittels einer im Thorthurm stehenden Winde; das Gitter bewegt sich dabei in Mauerfalzen(ooulisses). Ein mit solchem Gitter versehenes Thor heißt dann Fallthor (s. d.). Fallgitter, n. eisernes Gitter zum Auf⸗ und Niederschieben, zum Absperren der Thore.