gleichschenkelig, adj., frz. isoscèle, engl. iscosceles, nennt man ein Dreieck, bei welchem zwei Seiten gleiche Länge haben; die dritte Seite wird meist die Basis oder Grundlinie genannt. Die beiden Winkel an der Grundlinie sind in einem gleichschenkeligen Dreieck gleich. Die gleichen Seiten heißen auch oft die gleichen Schenkel und der von ihnen eingeschlossene Winkel der Winkel an der Spitze; der letztere kann ein rechter oder spitz oder stumpf sein, während die Winkel an der Grundlinie nur spitz sein können. Ist in einem gleichschenkeligen Dreieck ein Winkel = ½ Rechten od. 60, so sind alle drei Winkel gleichgroß od. das Dreieck ist gleichseitig, da dann auch alle drei Seiten gleichgroß sind.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 468Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei