Frevelstämme, ein vielfach üblicher forstlicher Ausdruck für die durch Holzdiebe (Frevler) gefällten Stämme, welche entweder noch im Walde gefunden werden, wenn der Dieb in seiner Thätigkeit gestört wurde, oder auch außerhalb des Waldes, z. B. bei Haussuchungen. — Häusig bezeichnet man indes mit dem Ausdruck F. auch die im Boden zurückgebliebenen Wurzelstöcke, von welchen die gestohlenen Stämme abgeschnitten oder abgehauen worden sind. event, Stadt im franz. Depart. Pas-de-Calais, Arrondissement St.⸗Pol, 13 Kmim SSW. von St.⸗Pol, links an der Canche, Station der Linie Abbeville-Bethune der Französischen Nordbahn, zählt Hageh 3792 (Gemeinde 4137) E. und hat wichtige Nagelschmiedereien. In den im 18. Jahrh. wieder aufgeführten Gebäuden der 1137 gegründeten Abtei Cercamp befinden sich eine Eisengießerei und eine Spinnerei. ey (Heinr.), Mediziner, geb. 15. Juni 1822 zu Frankfurt a. M., studierte in Bonn, Berlin und Göttingen Medizin, habilitierte sich 1847 an letzterer Universität und siedelte im Herbst 1848 als Professor nach Zürich über, wo F. die höhere Anatomie an der mediz. Fakultät und seit Gründung des Schweizerischen Polytechnikums die Zoologie an letzterer Anstalt vertritt. Er veröffentlichte gemeinsam mit R. Leuckart die Schriften Anatomie der wirbellosen Tierev (als Bd. 2 von R. Wagners „Lehrbuch der Zootomie v, Lpz. 1847) und „(Beiträge zur Kenntnis wirbelloser Tiere (Braunschw. 1847). Ferner erschienen von ihm: „(Handbuch der Histologie und Histochemie des Menschen » (Lpz. 1859; 5. Aufl. 1875), (Das Mikroskop und die mikroskopische Technike (Lpz. 1863; 7. Aufl. 1881) und „Grundzüge der Histologiev (1875; 2. Aufl., Lpz. 1879). Auf dem Gebiete der Lepidopterologie veröffentlichte er „Die Tineen und Pterophoren der Schweizy (Zür. 1856) und „Die Lepidopteren der Schweizy (Lpz. 1880).