FeedFrickthal
ErdkundeBrockhaus 1882

Frickthal, eine Landschaft im nördl. Teile des schweiz. Kantons Aargau, auf der nördl. Abdachun des Jura gelegen, vom Großherzogtum Baden dur den Rhein getrennt, besteht aus dem eigentlichen, vom Sisselenbach durchflossenen F. und dem linksuferigen Gelände des Rheinthals von Schwaderloch (8 km unterhalb der Mündung der Aare) bis zur Grenze des Kantons Basel. Im südl. Teile ist die Landschaft ein wald-⸗ und weidereiches jurassisches Bergland, dessen Gipfel 5—800 m Höhe erreichen; der nördl. Saum gehört der oberrhein. Ebene an. Der Boden ist fruchtbar; Viehzucht und Landwirtschaft, Obstbau, im Rheinthale auch Weinbau, die Salmenfischerei im Rhein und die Ausbeutung der Salinen von Ryburg, Rheinfelden und Kaiseraugst sind die Haupterwerbsquellen. Die wichtigsten Wohnplätze sind die Rheinstädte Laufenburg und Rheinfelden (s. d.) und die Dörfer Mölin (1962 CE.) und Frick (944 E.), die hauptsächlichsten Verkehrswege die Bötzbergbahn (s. d.), die große Straße des Rheinthals und die Paßstraße über die Staffelegg (623 m), welche das F. mit Aarau verbindet. Bis 1801 gehörte das F. zu den vorderösterr. Ländern, kam dann durch den Frieden von Lunéville an die Helvetische Republik und wurde 1803 durch die Mediationsakte dem Kanton Aargau zugeteilt, in welchem es die Bezirke Laufenburg (153 akm mit 14355 E.) und Rheinfelden (113qkm mit 11227 E.) bildet. Die Bevölkerung ist deutscher Zunge und kath. Konfession.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 304Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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