Friebe (Wilhelm Christian), Historiker, geb. 28. Juli 1762 zu Groß-Ballhausen bei Tennstädt in Thüringen, besuchte das Gymnasium zu Hannover und widmete sich seit 1781 in Göttingen der Philologie. Im J. 1784 kam F. als Hauslehrer nach Schloß Adsel, dann 1787 nach Schloß Marienburg in Livland, wo er bis 1801 wirkte und litterarisch thätig war. Namentlich veröffentlichte er ein „Handbuch der Geschichte Liv⸗, Est⸗ und Kurlandso (5 Bde., Riga 1791—94). Bemerkenswert ist noch, daß er die Handschrift Das rote Buch inter Archiepiscopaliad des Melchior von Fuchs (. d.) auffand und (Riga 1791) herausgab. Seit dem Jahre 1801 lebte F. als ständiger Sekretär der Livländischen gemeinnützigen ökonomischenSocietät in Riga bis zu seinem daselbst am 14. (26.) Sept. 1811 erfolgten Tode.