Friedrich der Streitbare, Herzog von Osterreich und Steiermark 1230—46, Sohn Leopolds VI., führt seinen Beinamen von den unaufhörlichen Fehden mit den Grenznachbarn Böhmen, Bayern und Ungarn, welche nicht ohne seine Schuld die ganze Regierung erfüllten. Als er 1235 si auch noch die Feindschaft des Kaisers Friedrich II. zuzog und geächtet wurde, war er in Gefahr, sein ganzes Land zu verlieren, und als der Kaiser 1237 selbst nach Wien kam, das er zur Reichsstadt 16 Wer und die Herzogtümer in seine unmittelbare Verwaltung nahm, hielt F. sich nur noch in Wiener-Neustadt. Gerettet wurde er dadurch, daß der Kaiser in den nächsten Jahren seine Kräfte gegen die Lombarden wenden mußte und bei dem Zerwürfnisse mit dem Papste 1239 selbst die Aussöhnung mit F. betrieb, ihm seine Länder zurückgab, ja ihm 1245 sogar die Königskrone in Aussicht stellte. F. fiel 15. Juni 1246 in der Schlacht an der Leitha gegen die Ungarn, wie es heißt, durch Mörderhand; mit ihm erlosch der Mannsstamm der Babenberger. Sein Erbe fiel aber, nachdem seine Nichte Gertrud es zuerst für ihren Gemahl Hermann, dann für ihren Sohn Friedrich (s. d.) von Baden zu erlangen versucht hatte, schließlich in die Hand des mächtigen Sewester Ma Ottokar, welcher sich mit F.s älterer Schwester Margarete verheiratet hatte, sie aber bald verstieß.