FeedGüterbock (Karl Eduard)
GeschichteBrockhaus 1882

Güterbock (Karl Eduard), Rechtslehrer, geb. 18. April 1830 zu Königsberg i. Pr., studierte 1847 —51 Geschichte und Rechtswissenschaft auf den Universitäten Königsberg, Bonn, München und Berlin, trat 1851 als Auskultator in den preuß. Staatsdienst und wurde 1856 Assessor, 1863 Stadtgerichtsrat bei dem Stadtgericht zu Königsberg. Im J. 1861 habilitierte er sich als Privatdocent an der Universität daselbst und wurde 1863 außerord., 1865 ord. Professor der Rechte für die Fächer des Strafrechts, des Straf- und Civilprozesses und des preußischen Rechts. Im J. 1868 trat G. aus dem praktischen Justizdienste aus. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: Die engl. Aktiengesellschaftsgesetze von 1856 und 1857 übersetzt und erläuterto (Berl. 1858), «über einige Mängel des preuß. Konkursverfahrens (Berl. 1860), „Henricus de Bracton und sein Verhältnis zum römischen Rechto (Berl. 1862), De jure maritimo quod in Prussia saeculo XVI. et ortum est et in usu fuito (Königsb. 1866), «Die Entstehungsgeschichte der Carolina auf Grund emwürsen (aürtr1870 und neu aufgefundener Entwürfe » (Würzb. 1876).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 648Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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