Frisiermühle, soviel wie Ratiniermaschine (s.d.). Geiouer Humanist, s. Agricola (Rud.). rrisner (Andreas), der älteste bekannte Buchdrucker Leipzigs, geb. zu Wunsiedel, studierte in Leipzig und begab sich später nach Nürnberg, wo er sich mit dem berühmten Buchdrucker Sensenschmid associierte. (Eine Probe aus der von beiden 1473 gedruckten deutschen Bibel ist in Faulmanns Illustrierter Geschichte der Buchdruckerkunste enthalten.) Praktischer Buchdrucker war F. kaum, vielmehr dürfte er als Korrektor und Editor dem Sensenschmid zur Seite gestanden sein. Später ging das Eigentum dieser Druckerei ganz an ihn über, und als er 1479 als Professor der Theologie an die Universität Leipzig berufen wurde, ließ er die Druckerei nachkommen. Seine Stellung in Leipzig scheint ihm wenig Muße für Druckereigeschäfte gelassen zu haben, denn es liegt kein leipziger Druck mit seinem Namen vor, und es wird daher bezweifelt, daß das 1481 daselbst gedruckte Buch KJoannis Anii Viterbiensis Glossa super Apocalypsim v von ihm herrührt, indessen ist nicht ausgeschlossen, daß er Arbeiter in seiner Druckerei beschäftigte. F. wurde später vom Papste Julius II. nach Rom berufen, wo er 1504 starb. Seine Druckerei vermachte er dem Predigerkonvent in Leipzig; 56 Bücher, welche er seiner Vaterstadt Wunsiedel schenkte, legten den Grund zu der Bibliothek dieser Stadt.