Frundsberg (Georg von), auch Fronsperg oder Freundsberg, Herr zu Mindelheim, kaiserl. Feldhauptmann, wurde auf dem Stammschlosse Mindelheim (löstlich von Memmingen) 24. Sept. 1473 geboren. Sein Vater, Ulrich F., war einer der ersten Hauptleute des Schwäbischen Bundes, und sein Bruder, Kaspar F., zeichnete sich durch tapfere Thaten als Führer im Bundeskriege aus. F. nahm 1492 an dem Zuge des Schwäbischen Bundes wider den Herzog Albert von Bayern teil; sein großes Talent für die Kriegskunst aber bildete er in den Kriegen Kaiser Maximilians I. gegen die Schweizer aus. Nach der Schlacht bei Regensburg 12. Sept. 1504 wurde er für seine Tapferkeit vom Kaiser Maximilian I. zum Ritter geschlagen, folgte demselben 1505 auf dem Zuge gegen den Herzog von Geldern und dann nach Italien. Dort blieb F. bis 1511 und förderte die Zucht und kriegerische Ausbildung der Landsknechte mit großem Eifer, stellte in Tirol den Landfrieden wieder her, rettete Verona und entschied die Schlacht bei Ceratia. Im Kriege gegen Herzog —16. von Württemberg befehligte F. das gesamte Fußvolk und rettete im Kriege gegen Franz I. bei Valenciennes das deutsche Heer Karl V. Diesem Kaiser führte er 1522 6000 Landsknechte nach Italien zu, nahm Mailand, siegte bei Bicocca, leistete dann 1525 wesentliche Dienste in der Schlacht von Pavia und warb 1526, großenteils mittels Verpfändung seiner Güter, 12000 Deutsche, durch welche er das Heer Karls von Bourbon verstärkte; als aber im März 1527 die Landsknechte bei San-Giovanni wegen rückständiger Löhnung meuterten, wurde er von plötzlicher Krankheit befallen und konnte das Heer nicht nach Rom begleiten. Nach Mindelheim zurückgebracht, starb er dort 28. Aug. 1528. Seine Truppen zu Fuß, die Landsknechte, in Regimenter geteilt, gaben den Schweizern an kriegerischer Haltung und Tapferkeit nichts nach. Als er bei dem Aufstande der Truppen im Frühjahr 1527 dieselben nicht zur Ruhe bringen konnte, wurde er, wie er glaubte, vom Schlage gerührt und auf ein Schloß in der Nähe gebracht. Da siehst du mich, wie ich bin », sagte er zu seinem Freunde Schwalinger, «das sind die Früchte des Kriegs! Drei Dinge sollten einen jeden vom Kriege abschrecken; die Verderbung und Unterdrückung der armen unschuldigen Leute, das unordentliche und sträfliche Leben der Kriegsleute und die Undankbarkeit der Fürsten, bei denen die Ungetreuen hoch kommen und reich werden und die Wohlverdienten unbelohnt bleiben. » Auf dem Reichstage zu Worms, wo Luther vor Karl V. sich verantworten sollte, machte der ruhige Blick des angefeindeten Mannes einen solchen Eindruck auf F., daß er Luther freundlich auf die Schulter klopfte und ihm zurief: «Münchlein, Münchlein, du gehst jetzt einen Gang, dergleichen ich und mancher Oberster auch in der allerernstlichsten Schlachtordnung nicht gethan haben. Bist du aber auf rechter Meinung und deiner Sache gewiß, so fahre in Gottes Namen fort und sei nur getrost; Gott wird dich nicht verlassen. F. war der Vater der deutschen Landsknechte, umsichtig und tapfer, von riesiger Gestalt und gewaltiger Kraft, dabei ein edles, dichterisches Gemüt. Im königl. Museum zu Berlin befindet sich ein gutes Gemälde (Kniestück), das ihn im vollen Waffenschmucke, mit dem Spieße in der Hand, darstellt. Vgl. Barthold, «Georg von F.v (Hamb. 1833); Adam Reißner, 4«Historia Georgen und Kasparn von F. » (Frankf. 1568). Irusfa⸗ altital. Stadt, jetzt Frosinone (s.d.). ruska-Gora, d. h. Frankengebirge (der röm. Mons Almus), eine waldige Hügelkette in Syrmien (Slawonien) zwischen dem Unterlaufe der Save und der Donau, etwa 90 km lang, durchschnittlich 400 m hoch, der biaas Punkt des mittlern Zugs oder des Vrdnikgebirges ist der Zrveni Tschot (537 m). Die ganze Hügelkette ist reich an Eichen- und Buchenwäldern, sie hat seit des röm. Kaisers Probus Zeiten trefflichen Weinbau, ebenso ergiebig ist der Obstbau, namentlich auf Zwetschen, aus denen man „Syrmier Slibowitzav (d. i. Zwetschenbranntwein) bereitet. In der F. liegen 14 serb. Klöster.