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ErdkundeBrockhaus 1882

Fürstenfeld, Stadt im gleichnamigen Gerichtsbezirke der Bezirkshauptmannschaft Feldbach in der Steiermark, am rechten Ufer der Feistritz, die links zur Raab geht, nahe der ungar. Grenze, zählt (1881) 3878 deutsch redende C., hat eine ärarische Tabaksfabrik, eine der größten und wegen ihrer Erzeugnisse bestrenommierten in Ssterreich, die mit Einschluß der Beamten ein Personal von mehr als 2000 Köpfen beschäftigt, zum größten Teil Arbeiterinnen. Die Stadtpfarrkirche, 1774 im ital. Stile erbaut, gehört zur Kommende F. des Malteserordens, dessen Bestand hier bis ins 12. Jahrh. hinaufreicht. Die vielen Zellen im weitläufigen alten Schloßgebäude erinnern noch an das Hospiz des Ordens, welches hier für die aus dem Norden nach Rhodus oder Malta berufenen Ritter bestand, während der Orden selbst zur Abwehr der Türkeneinfälle hierher versetzt wurde. F. ein städtisches Krankenhaus, ein Bürgerspital, ein Armeninstitut, eine städtische Volksschule und eine landschaftliche Bürgerschule.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 422Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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