Freistadt (auch Freystadt), Stadt im ehemaligen Mühlviertel, d. i. in dem Teile links der Donau Oberösterreichs, an der Feldaist, die zur Donau geht, Station der Linie St. Valentin-Budweis der Kaiserin-Elisabeth-Bahn, zählt (1881) 3171 C., ist Sitz der Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts und hat ein Staats-Realgymnasium, Feldwirtschaft, Viehzucht, Zwirn⸗ und Leinwanderzeugung. Die interessante Pfarrkirche, der altertümliche Czinnespannhof am Hauptplatze und das Rathaus erinnern an die frühere Bedeutung der Stadt. Die Stadtkaserne enthält die Reste des alten Schlosses, das 1798 von der Bürgerschaft der Fürstin Rosa von Kinsky abgekauft und zu militärischen Zwecken adaptiert wurde. Im Mittelalter war F. Hauptort der Grafschaft Machland, Grenzfeste gegen Böhmen und bedeutender Handelsplatz. Die furchtbaren Bedrängnisse im Bauernkriege 1626 hatten seinen Niedergang zur Folge.