Galvanoglyphie, eine Methode zur Herstellung von Hochdruckplatten für die Buchdruckpresse. Das Verfahren ist ein ziemlich einfaches, doch läßt es sich nur auf gewisse Illustrationsmethoden anwenden. Eine mit Atzgrund überzogene Zinkplatte wird in der gewöhnlichen Weise radiert und geritzt. Hierauf wird der Ätzgrund entfernt und die bloßelegten Stellen werden durch öfteres Auftragen schnell trocknender Farbe um so viel erhöht, daß sie in der dann auf galvanischem Wege erzeugten Kopie tief genug unter der eigentlichen Zeichnung liegen, um sich beim Druck nicht zu schmieren.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 508Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei