FeedGanghofer (August)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Ganghofer (August), Forstmann, geb. 27. April 1827 zu Dießen am Ammersee in Bayern, besuchte das Gymnasium zu München, dann die Forstlehranstalt Aschaffenburg und studierte Staatswissenschaften an der Universität München. Von 1860 bis Ende 1873 war er Oberförster in Welden, 1874 Kreisforstmeister in Würzburg. Am 1. Jan. 1875 wurde er als Vorstand des im bayr. Staatsministerium der Finanzen nach seinen Vorschlägen neu eingerichteten Bureaus fürforstliches Versuchswesen und forstliche Statistik nach München berufen, bald darauf zum Forstrat in demselben Ministerium ernannt und mit der Vertretung der Staatsregierung im Landtage für forstliche Angelegenheiten betraut. Hier vertrat er unter anderm den von der bayr. Regierung 1876—77 vor den Landtag gebrachten Antrag auf Verlegung des forstlichen Unterrichts an die Universität München. Für diesen Zweck schrieb G. die dem Landtage übergebene Denkschrift betreffs des forstlichen Unterrichts in Bayerno. Im J. 1880 wurde G. zum Oberforstrat und 1882 zum Ministerialrat und Vorstand des Ministerialforstbureaus befördert. Außer der erwähnten Denkf chrift sind von seinen litterarischen Arbeiten zu nennen: Erörterungen über die nächsten Aufgaben des bayr. Forstwesenso (unter dem Pseudonym Silvius, Augsb. 1873), «Der praktische Holzrechnerv (3. Aufl., Augsb. 1883), «Das forstliche Versuchswesen v (Hest 1, Augsb. 1877). Auch gab er das bayr. Forstgesetz heraus (Augsb. 1879).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 524Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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