FeedGatterer (Christoph Wilh. Jak.)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Gatterer (Christoph Wilh. Jak.), Sohn des vorigen, geb. 2. Dez. 1759 in Göttingen, studierte Kameralia in Göttingen, wurde 1787 als Professor der Kameralwissenschaften und Technologie an die Universität Heidelberg berufen, wo er auch Vorlesungen über Forstwissenschaft zu halten hatte. Im J. 1805 erhielt er den Titel Oberforstrat. Er starb 11. Sept. 1838 in Heidelberg. G. war ein sehr vielseitiger Schriftsteller, der nach Art der damaligen Kameralisten über die heterogensten Gegenstände schrieb. Im Neuen Forstarchiov (18. bis 30. Bd.), welches er 1796—1807 herausgab, findet sich ein Repertorium der forst⸗ und jagdwissenschaftlichen Litteratur (1796 besonders abgedruckt), die erste kritische übersicht forstlich litterarischer Arbeiten. Mit Laurop gab er 1811 den ersten Band der «Annalen der Forst⸗ und Jagdwissenschafto heraus. Magdalene Philippine G., Schwester des vorigen, geb. zu Göttingen 21. Okt. 1756, die Gattin des 1819 verstorbenen Geheimrats und Direktors des Kriegskollegiums zu Kassel, Joh. Phil. Engelhard, machte sich als lyrische Dichterin vorteilhaft bekannt und starb zu Blankenburg 28. Sept. 1831. Der ersten Sammlung ihrer Gedichter (Gött. 1778) folgten außer mehrern Gelegenheitspoesien eine zweite (Gött. 1782) und eine dritte (Nürnb. 1821).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 590Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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