Gaudenzdorf, südwestl. Vorort von Wien, unmittelbar vor der Barriere, die man mit dem Namen «Hundsthurmer Linie » bezeichnet, und an der untern Straße nach Schönbrunn, während die obere durch Fünfhaus und Rudolfsheim zieht, Ser Bezirkshauptmannschaft Sechshaus gehörig. Der Vorort, westlich von Meidling, nördlich von Sechshaus begrenzt, wovon er durch den Wienfluß geschieden ist, zählt ++ 12377 E., die in ihren Wohn- und Erwerbsverhältnissen so wie die Nachbarorte zumeist an die Bedingungen des Stadtlebens gebunden sind. Der Ort entstand auf dem Grundeigentume des Schottenklosters zu Wien, und sein Name rührt von dem Abte dieses Klosters Gaudentius Dunkler her. Im J. 1812 wurden die ersten Häuser gebaut; 1832 zählte das Dorf schon 1680 E. Das Brauhaus des damaligen Hofbraumeisters Gierster begründete in den dreißiger Jahren den Ruf des wiener Bieres. G. hat mehrere Fabriken, namentlich Färbereien. * —— (lat.), sich freuen; Gaudium, die Freude.