FeedGauermann (Jak.)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Gauermann (Jak.), Landschaftsmaler, Zeichner und Kupferstecher, geb. 1773 zu Offingen bei Stuttgart, erlernte erst das Steinmetzhandwerk, erhielt jedoch Gelegenheit, sich auf der Akademie zu Stuttgart der Kunst zu widmen. Er kam dann nach Heilbronn, 1798 nach Wien, bereiste 1802 Tirol und begann nun, besonders durch das Beispiel Molitors angeregt, seine viel bewunderten Scenen aus dem Leben der Gebirgsbewohner Osterreichs. Seit 1811 zeichnete und malte er eine lange Reihe steiermärk. Ansichten in Wasserfarben für den Erzherzog Johann, der G. 1818 zum Kammermaler ernannte. Andere Arbeiten von ihm befinden sich in den Sammlungen des Herzogs Albert von Sachsen-Teschen, der Wiener Akademie, des Lord Auckland u. s. w. Die Olgemälde G.8 sind selten. Sein Kupferwerk besteht in 36 Landschaften mit Figuren meist in heroischem Stil. G. ist als Schöpfer der Alpenidylle zu betrachten. Er starb 27. März 1843 zu Wien.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 594Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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