FeedGeijer (Crik Gust.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Geijer (Crik Gust.), der vorzüglichste unter den neuern schwed. Geschichtschreibern, geb. 12. Jan. 1783 zu Ransäter in Wermland, besuchte das Gymnasium zu Karlstad und studierte seit 1799 zu Upsala. Schon als Student erhielt er den roßen Preis der Schwedischen Akademie für eine Schrift zur Erinnerung an den Reichsverweser Sten Sture den Altern. Nachdem er 1809 eine Reise nach England unternommen, ward er 1810 Docent der Ge-Waichsauchio in S ließ sich jedoch bald darauf am eichsarchiv in Stockholm anstellen. Hier stiftete er mit einigen gleichgesinnten Jatschrit den sog. (anber Bund, zu dessen Zeitschrift Iduna er außer einigen prosaischen Abhandlungen auch mehrere Gedichte lieferte, die Anerkennung fanden und ihm eine ehrenvolle Stelle in der Ges Pere der schwed. Dichtkunst sichern. Gleichzeitig gab er auch „Försök till Psalmer (1812) heraus, von denen mehrere in dem schwed. Kirchengesangbuch Platz gefunden haben. G. kehrte 1815 als außerordentlicher Adjunkt nach Upsala zurück, wo er 1817 die Professur der Geschichte erhielt. Den Reichstagen 1828 —30 und 1840—41 wohnte er als Deputierter der Universität bei und wurde beidemal in den Konstitutionsausschuß gewählt. Wegen Kränklichkeit entsagte er 1846 seinem Lehramte und wandte sich nach Stockholm, wo er 23. April 1847 starb. G.s erstes histor. Werk von größerer Umfassung waren aSvea Rikes bäfdere (Bd. 1, Stockh. 1825; deutsch 1826), die er jedoch nicht fortsetzte. Statt dessen begann er für die bekannte Heeren-Ukertsche Sammlung eine gedrängtere, aber sehr wertvolle (Svenska folkets historia (Bd. 1—3, Orebro 1832 —36; deutsch von Leffler, 3 Bde, Hamb. 1832 —36). Nächstdem ist seine Teckning af Sveriges tillständ och af de förnämsta handlande personer trün Konung KarlXII:s död till Konung GustafIII's anträde af regeringeno (Stockh. 1838) von Wert. Seine letzte größere Arbeit bildet die Herausgabe von „Konung Gustaf III:s efterlemnade och femtio Ar efter hans död öppnade papper (3 Bde., Upf. 1843—45; deutsch von Creplin, 3 Bde., Hamb. 1843—46). Mit A. A. Afzelius gab er die cSvenska folkvisoro (3 Bde., Stockh. 1814—16), ferner Thorilds «Samlade skrifter (4 Bde., Ups. 1819 —25), deren theol.⸗philos. Einleitung ihm eine gerichtliche Anklage zuzog, in der er aber freigesprochen ward, und mit Fant und Schröder die (Seriptores rerum Suecicarum medii aeviv (2 Bde., Stockh. 1818—28) heraus. Die erwähnten Arbeiten nebst mehrern andern kleinern Schriften und zahlreichen Abhandlungen pädagog. und polit. Inhalts wurden nach seinem Tode in den Samlade skriftero (13 Bde., Stockh. 1849—55; neue Aufl. in 8 Bdn., Stockh. 1873—75; mit Supplement, 2 Bde., 1876—82) zusammengestellt. Das von G. herausgegebene Litteraturbladetv (1838—39; mit Anhang 1840) erregte seinerzeit großes Aufsehen. hat Ribbing in Föreläsningar öfver menniskans historiav (Stockh. 1856) veröffentlicht. G. war auch Komponist; er gab eine «Dubbelsonat för Pianoforted und mit Adolf F. Lindblad Musik för säng och pianoforter (1824) heraus, und für mehrere seiner Lieder hat er die Melodien gesetzt, auch fr den Gesangverein der upsalaer Studenten mehrere schöne Chöre komponiert. Einen Beitrag zu seiner frühern Lebensgeschichte hat G. selbst in den cMinnend (Ups. 1834) gegeben. Eine von J. Hellstenius verfaßte Biographie G.s findet sich in der neuen Auflage von G.s Schriften (Stockh. 1876). eilenkirchen, Kreisstadt im Regierungsbezirk Aachen der preuß. Rheinprovinz, links an der Worm und an der Linie Aachen-Düsseldorf-Holzminden der Preußischen Staatsbahn, ist Sitz eines Amtsgerichts und eines Landratamts, hat zwei kath. und eine evang. Kirche und zählt (1880) 3820 E., welche Landbau treiben und eine Eisengießerei, Dampfmahlmühle, Thonwaren⸗ und Ofenfabriken unterhalten. Der gegenüberliegende ehemalige Flecken Hünshoven gehört jetzt zur Stadt. — Der Kreis

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 683Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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