Geramb (Ferd., Baron von), Generalprokurator des Ordens der Trappisten, geb. 17. April 1772, stammte aus einer ungar. Adelsfamilie. In Wien erzogen, beteiligte er sich an dem Kampfe der Spanier gegen Napoleon. Als er sich bemühte, in England und Dänemark neue Streitkräfte gegen Napoleon zu werben, wurde er 1812 in Husum von den Dant, wel gefangen genommen. Die mehrjährige aft, welche er mit dem Bischof von Troyes teilte, mag seine spätere Richtung bestimmt haben. waß der Einnahme von Paris befreit, ging er 1816 na Lyon, lebte hier 15 Monate als Novize des Trappistenordens und legte dann in dem Kloster Port du Salut bei Laval das Gelübde ab, wobei er den Namen Maria Joseph erhielt. Der Eifer, mit welchem er die strenge Ordensregel erfüllte, erwarb ihm bald Ansehen und die Beförderung zum Generalprokurator des Ordens. Er bereiste 1831 als Pilger das Heilige Land und ging 1837 nach Rom, um dem Papste seine eirarel darzubringen. Bei einer spätern Anwesenheit daselbst starb er 15. März 1848. Von seinen Schriften, unter denen sich mehrere weitverbreitete Andachtsbücher finden, sind auszuzeichnen: Pélerinage à Jérusalem et au mont Sinai en 1831—335 (4 Bde., Par. 1836 und öfter, mehrfach ins Deutsche, auch ins Italienische und Spanische übersetzt) und KVoyage de la Trappe à Romer (Par. 1838).