Hebel, m. (Mech.), frz. levier, m., engl. lever, span. palanka, gerade oder krummlinige, unbiegsame Stange, dient als einfache Maschine zum Fortbewegen von Lasten; bewegt sich um einen ihrer Punkte. Ist dieser an einem Ende der Stange, so nennt man den H. einarmig, Traghebel, H. der zweiten Art, frz. levier du second genre, engl. lexer of the second kind; dahin gehören z. B. Hebebaum, Kurbel, Göpel etc. Für den ersteren diene als Beispiel Fig. 2087; 4 ist der Drehpunkt, der Angriffspunkt der Last b, der Angriffspunkt der Kraft; für andere s. d. betr. Art. Liegt der Drehpunkt zwischen den zwei Endpunkten, so entsteht ein doppelarmiger H., zweiarmiger H., H. der ersten Art, franz, levier du premier genre etc.; auch zu diesen kann der Hebebaum gehören, wenn er nach Fig. 2088 angewendet wird, wobei b der Stützpunkt, a der Angriffspunkt der Last ist. Ferner gehören zu den doppelarmigen Hen Brechstange, Schiffsruder, Pumpenschwengel etc.; hat der H. die Gestalt eines Winkels, dessen Spitze der Ruhepunkt ist, so heißt er ein gebrochener oder Winkelhebel, frz. levier coudé, z. B. Winkeleisen bei Klingelzügen etc. H. der dritten Art, Wurfhebel, sind einarmig, aber so, daß die Last am Ende wirkt, wie bei Schaufeln etc. Bei jedem H. ist die zum Aufheben der gegebenen iothek Heidelberg DFC Kräfte mit den Geschwindigkeiten heißen mechanische Momente, und die Geschwindigkeiten verhalten sich umgekehrt wie die Kräfte und direkt wie die Entfernungen; das Verhältnis dieser letzteren, also der Hebelarmlänge, heißt Hebelverhältuis, m., frz. rapport du levier, engl. leverage.