FeedKasseler Gelb
PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Kasseler Gelb, n., s. d. Art. Bleifarbe 8. Lorbergewächse), giebt, zu Brei zerstoßen und mit Kalk vermischt, einen Kitt zum Kalfatern der Schiffe etc. frz. marronier m. d'Inde, engl. horse-chestnut-tree (Aesculus Hippocastanum, Fam. Hippocastaneae), stammt aus Persien und wird sehr häufig zu Alleen angepflanzt. Sie hat feines, dichtes und zartes Holz, welches weiß, weich, sammetartig und lang gefasert ist, nach dem Kern zu gelblich, mitunter graubraun geflammt wird, im Wasser leicht fault, jedoch gut steht und dem Wurmfraß nicht ausgesetzt ist. In seinen meisten Eigenschaften und Verwendungsweisen kommt es mit dem Lindenholz überein. — 2. Die echte Kastanie (Castanea vesca, Fam. Oupuliferae), frz. chataignier, engl. chest-nut-tree, gedeiht besonders in Südeuropa und liefert außer den bekannten genießbaren Kastanien (Maronen) auch ein brauchbares, halb braunes Holz von ziemlicher Festigkeit. Dasselbe ist in seinem Bau dem Buchenholz nahe verwandt, entbehrt jedoch dessen breite Markstrahlen. Es schwindet und quillt nicht, polirt und lackirt sich gut. Spez. Gew. 0,3. — 3) Moretonbaikastanie, s. Castanospermum.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 159Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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