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Handwerk & GewerbeBau-Lexikon 1881

Kette, k., 1. frz. chaine, f engl. chain. Die bekannte Verbindung mehrerer Kettenglieder zu einem Ganzen. Die in der Baukechnik gebräuchlichsten Formen sind folgende: a) geschweißte K.; ihr günstigstes Profil s. Fig. 2325. b) Bruntonsches Kettentau mit gußeisernen Querstegen, frz. Ch. mailles étangonnées, engl. stud-chain, s. Fig. 2326. C) Vaucansonsche K. mit Hakengliedern, auch Bandkette genannt, frz. ch. & 1a Vaucanson, engl. siothek Heidelberg piteh-chain, s. Fig. 2327. Der mittlere Umfang eines Kettengliedes ist bei a 10 d., bei b 13, d, bei 26,5 d. Die Belastung, bei welcher Kin von 1m. Querschnitt zerstört werden, beträgt bei a und b 4500, bei 2000 Kg.; die zulässige Belastung bei 1 gem. Querschnitt bei a und b 900, bei e 580 Kg.; die mit Sicherheit zu Fig-2325. Fig. 2326. Fig. 2327. Fig. 2328, tragende Belastung bei rundem Querschnitt vom Durchmesser d aber bei à 1500 de, bei b 1665 de, bei blos 445 dꝰ in kg., wenn d in em. ausgedrückt, der erforderliche Durchmesser d für die Belastung P bei a das Gewicht eines laufenden Meter bei a = 17,1e de, bei steine, s. d. Art. OChaine. — 3. Reihe mit einander verbundener Balken. — 4. Verzierung in Gestalt einer K., s. d. Art. Chain im 2. Bd. und Fig. 1092. — 5. (Feldm.) s. v. w. Meßkette. — 6. Eine Reihe auf die hohe Kante gelegte Ziegel im Brennofen, auf welche die rohen Ziegel gesetzt werden.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 172Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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