Kopf versehenen Stahlnadel. B. Kopirung von piastischen Werken. Die gewöhnliche Methode s. unter d. Art. Punktiren. Neuerdings empfiehlt man hierzu von allen Seiten verschiedene Arten von Kopirmaschinen. Eine der besten ist nachstehend beschriebene: Modell (Patrone) u der Körper, 3. B. der Holzklotz, aus dem man die K. schneiden will, werden beide auf eine gemeinschaftliche Achse befestigt. Diese Achse befindet sich zwischen den Spitzen eines Reitstockes, der, in einem Rahmen befindlich, von unten auf eine schwingende Bewegung erhält. Die Patrone wird beim Drehen beständig durch eine Feder gegen einen eisernen Knopf gedrückt u. der mit der Patrone sich gleichzeitig umdrehende Holzklotz durch eine runde Schneidefräse, die sich an einer festen Achse, mit ihrer Schneide in gleicher Othe Heidelberg Linie mit der Vorderseite des Knopfes laufend, dreht, geschnitten und gemodelt. O. Kopirung von Kupferstichen, Lithographien etc. auf Zeuge. Man setzt das zu kopirende Blatt einer mäßigen Wärme in horizontaler Lage über einer großen Schale aus, die eine konzentrirte Auflösung von Schwefelwasserstoff-Ammoniak enthält. Die sich entwickelnden Dämpfe verdichten sich auf dem Dessin, welches nach 3—5 Minuten genug von denselben aufgenommen hat; man trocknet es nun ein wenig zwischen Löschpapierbogen und legt es, die Schwärze oder Tusche nach unten gerichtet, auf das mit Bleiweiß überzogene Zeug; dann bedeckt man es mit einigen Blättern feuchten Papiers und preßt das Ganze. Nachdem die innige Berührung eine Viertelstunde lang gedauert hat, findet man auf dem Zeug die getreue K. des Dessins, welches zu neuen Uebertragungen dienen kann. D. Neues Verfahren, Zeichnungen zu vervielfältigen. Man verbreitet auf eine Glastafel eine dünne Lage Bleiweiß, worauf man mit einer Radirnadel oder einem Grabstichel zeichnet, indem die Nadel überall das Bleiweiß entfernt. Wenn man dabei die Glastafel auf einen schwarzen Stoff legt, werden die Striche schwarz erscheinen. Hierauf legt man die Tafel in ein Messing- oder Drahtsieb u. taucht sie in eine Auflösung von Schwefelleber, welche das Bleiweiß in einigen Sekunden schwärzt, und verfährt dann behufs der Vervielfältigung mit der Glasplatte auf dieselbe Art, wie bei der Photographie mit dem Glasnegativ, dabei bediene man sich mit salpetersaurem Silber zubereiteter photographischer Papiere, womit die Abdrücke genommen werden. Um dem Negativ Dauer zu geben, überzieht man es mit einem harten und ganz dünnen Firniß, welcher in der Photographie angewendet wird. E. Autographische Kopirung. Man paust die Zeichnung mit autographischer Tinte, der man, um die Striche besser sehen und kontroliren zu können, lithographische Tusche zusetzen kann. Dann wird die K. schnell und vorsichtig zum Steindrucker gegeben und von diesem auf Stein umgedruckt, darauf durch den Druck vervielfältigt. F. Neuerdings sind eine Menge Kopirvorrichtungen im Handel, z. B. der Hektograph etc.