FeedMars
GeschichteBau-Lexikon 1881

Mars, m. 1. griech. Ares, Sohn von Zeus und Hera, Gott des Kriegs (s. d.) und gegenseitigen Mordes. Seinen Wagen schirren seine Kinder Phobos u. Deimos (Grauen tätsbibliothe Heidelberg und Schrecken), seine Schwester Eris (Zwietracht) schreitet vor ihm her. Venus gebar ihm jene zwei Kinder, außerdem aber die Harmonia (Eintracht): er selbst wird dargestellt als kräftiger, bärtiger, vollständig gewappneter Mann, mit gedrungenem Gesicht, niedriger, breiter Stirn, diisterer und drohender Miene. Geweiht waren ihm alle reißenden Thiere, das Pferd u. der Hahn. — 2. (Schiffb.) frz. hune, engl. top, ital. coffa, span. cofa, auch Mastkorb genannt, ist ein von Bretern oder Faßwerk (dann dichter M., frz. hune pleine, engl. elose-planked top) oder von Flechtwerk, franz. cage, gefertigter Kasten mit Boden am obern Ende des Mastes, auf Kriegsschiffen mit einem Rand von Eichenholz, durch lange Kettenglieder mit dem Boden verbunden und von den Marsjungfern und den Puttingtauen am Mast festgehalten. Der M. dient zum Befestigen der Stengengewände, ferner zum Stehen der Matrosen beim Einnehmen der Marssegel, franz. huniers, engl. top-sails, sowie des Marsleesegels, franz. bonnette du grand huisier etc., namentlich aber, um besser und sicherer in die Ferne sehen und den Feind in Gefechten mit Kleingewehrfeuer beschießen zu können.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 335Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

In anderen Lexika 4

Alle Lexika nebeneinander →

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Geschichte 6