Moist-colours, pl. engl., Feuchtfarben (s. d. u. d. Art. Wasserfarbe). Molasseformation, k. (Miner.); Molasse ist die geologische Bezeichnung für gewisse, im Alpengebiet sehr verbreitete tertiäre Ablagerungen, welche vorherrschend aus gewissen feinkörnigen Kalk⸗ oder Mergelsandsteinen von sehr verschiedenen Graden der Härte und Dichtigkeit bestehen, die eine große Mächtigkeit erreichen, und zwischen denen sich untergeordnete Einlagerungen von groben Konglomeraten, Thon und Schieferthon, Mergel und Kalkstein sowie zahlreiche Kohlenflötze finden. Die Nagelfluhe erscheint neben der Molasse als Hauptglied der Molassenruppe. Das nördliche Deutschland zeigt, besonders in der Nähe basaltischer Gebirge, eine von der Molassengruppe der Alpen abweichende selbständige Entwickelung. Allgemein verbreitete Glieder sind Thon und Braunkohle, vorherrschend nach oben; Sand, Kies und Sandstein, vorherrschend nach unten. Die Thone sind theils schieferig, theils abgesondert; in letzterem Fall gewöhnlich kalkarm, daher zu Porzellanmasse, Steinzeug etc. sehr brauchbar. Die Molassensandsteine sind durch ihre Festigkeit ausgezeichnete Bausteine; es sind Kieselsandsteine, welche wegen der innigen Verbindung zwischen Bindemittel u. Körnern hornsteinähnlich werden, verwittern aber sehr leicht, weil sie kohlensauren Kalk als Bindemittel haben, auch oft Gips, Chlorcaleium etc. enthalten.