Nickelorydul, n. (Chem.), die Verbindung des Nickelmetalls mit Sauerstoff findet sich zuweilen in der Natur auf nickelhaltigen Kupfererzen. Mit Wasser bildet es das Aickelorydulhydrat von grüner Farbe. Die Nickeloxydulsalze entstehen durch Auflösen von Nickelmetall oder N. in verdünnten Säuren. Sie sind meist smaragdgrün oder apfelgrün gefärbt, werden durch Kali und Natron als grünes Oxydulhydrat und durch kohlensaure Alkalien als hellgrünes, basisch kohlensaures N. gefällt. Ammoniak, im NUeberschuß zu einem Nickeloxydulsalz gebracht, bildet mit diesem eine prächtig blaue Lösung; sie dient als Unterscheidungsmittel von Seide u. Baumwolle. Baum wolle bleibt in dieser blauen, Nickelorydulammoniak enthaltenden Flüssigkeit unverändert, während Seide zuerst aufquillt, dann sich vollkommen zu einer braungelben Flüssigkeit löst.