FeedNiederungsgefüälle
AllerleiBau-Lexikon 1881

Niederungsgefüälle, n. auch allgemeines Thalgefälle, wird dadurch bestimmt, daß man in Zwischenräumen von 50—.200 m. Querprofile der ganzen Thalbreite mit möglichst viel Punkten nivellirt, in jedem Querprofil die mittlere Höhenlage des Terrains bestimmt und letztere aus allen Querprofilen zu einem Längenprofil aufträgt, wobei die mittleren Entfernungen der Auerprofile von einander als Abseissen dienen. Die so erhaltene Gefällslinie repräsentirt das mittlere Thalgefälle, welches bei Berechnungen von Hochflutmengen, häufig auch, wenn keine Stauverhältnisse etc. eine Abweichung verlangen, bei Bestimmung des Gefälles eines zu regulirenden Flusses zu Grund gelegt wird. Diese mittleren Terrainhöhen repräsentiren zugleich die mittlere, normale Uferhöhe. [v. M.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 437Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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