FeedRicinus
PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Ricinus, m. (Bot., Kicinus T., Fam. Wolfsmilchgewächse, Euphorbiaceae), Wunderbaum, ist bei uns eine einjährige Pflanze, im Mittelmeergebiet baumartig, bis 12 m. hoch mit 45 cm. dickem Stamm, großen schildähnlichen, handförmig getheilten Blättern. Ririnusöl, n., frz. huile f. de ricin, engl. castor-oil, ist medizinisch als Purgens, technisch als Brennmaterial, Schmiermittel u. zu Seifen in Anwendung; löst Bernstein, Drachenblut u. Schellack höchst unvollkommen, Dammarharz, Mastix und Sandarach unvollständig, hingegen den Kopal sehr leicht auf, nur darf kein anderes fettes Oel damit in Berührung gebracht werden; auch trocknet das R. sehr schwer, sonst würde es das beste Auflösungsmittel des Kopals sein. Mit Alkohol od. Aether läßt sich diese Lösung noch warm recht gut verdünnen, allein nach dem Erkalten scheidet sich der Kopal theilweise wieder aus.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 47Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Pflanzenreich 6