Schildpatt, Schildkrot, n. frz. Ecaille f. de tortue, engl. tortoise-shell; 1. Schildkrotschale wird in der Ebenisterel verwendet, ist aber sehr theuer; man pflegt daher zu Fournieren etc. Schildpattabfälle zu Platten zu vereinigen. S. wird nämlich bei 100 R. übersteigender Temperatur weich u. biegsam, bläht sich aber auf, verändert die Farbe u. verkohlt endlich. Bei fortgesetztem Kochen in Wasser aber wird es zu einer gallertartigen Substanz. Man kann dann von den Spänen Packetchen in nassem Papier machen, pressen, dann die filzartig gewordene Masse in Salzwasser kochen, wieder pressen, wieder kochen u. nochmals pressen, zuletzt mit Theer bestreichen und zwischen zwei Messingplatten legen. — 2. Künstliches S. aus Elfenbein. Wird Elfenbein mit verdünnter Salzsäure (10 zu 1) behandelt, so wird es biegsam u. besteht nur noch aus Knorpel, welcher sich gleich thierischer Haut durch Lohe gerben läßt.