Smalte, k., Saflor, uu., Schmalte, k., franz. smalte, m., engl. smalt, lat. smaltum, esmaltum, eigentlich Schmelz, Email (s. d.). Besonders aber wird so genannt ein aus Kobalt in den Blaufarbenwerken gewonnenes gefärbtes eGlas, frz. cendre-bleue, welches, zu feinem Pulver verrieben, in den Handel kommt. Sie ist weniger zur Kalkmalerei als zur Pastell⸗, Wasser⸗, Wachs⸗ u. Oelfarbenrmalerei brauchbar. Ueber Bereitung dieses Blauglases s. d. Art. Blaufarbenwerk. Die feinste, höchst blaue Sorte giebt das Königsblau, die blasseste, gröbste den Eschel (Sumpfeschel) oder Aeschel. Die saphirblaue S. steht in „Bezug auf Durchsichtigkeit und Lichtbrechung dem Ultramarin nach. Ein Email aus gleichen Theilen Thon und Kalk mit Kobaltoxyd hat diesen Fehler nicht. Alle S. hat das Unangenehme, bei Anwendung auf Kalk grün und schwarz zu werden; an der Luft angewendet bleicht sie namentlich als Oelfarbe sehr. Ihr Färbevermögen ist 40mal geringer als dasjenige des Berliner Blau, sie deckt auch nicht gut, trocknet aber sehr rasch. Um Lasurstein im Anstrich nachzumachen, streicht man zuerst mit gewöhnlicher blauer Farbe an und bestäubt dann mit grober S., ehe der Anstrich trocken geworden ist, oder streicht vorher blos mit gutem trocknenden Oel, woran das Smaltepulver ebenfalls heiß haftete; s. auch d. Art. Nickel. Smalt-Work, s. engl., Blaufarbenwerk. Smaragd, m. (Miner.), frz. émeraude, f. engl. emerald, ist eine Varietät des Berylls (. d.), welche sich durch ihre ausgezeichnet schöne grüne Farbe von diesem unterscheidet. Er findet sich in der Natur theils eingewachsen in verschiedenen krystallinischen Gebirgsarten, theils in aufgewachsenen Krystallen in Drusenhöhlen, theils auch auf sekundärer Lagerstätte, lose und zum Theil als Gerölle. Ausgezeichnete Fundorte sind: Salzburg, Columbien und Sibirien. Der orientalische S. ist mehr oder weniger dunkelgrün u. nicht so schön wie der eigentliche S. Seine Härte ist 7—8, das spez. Gew. 2,—2,. Man verwendet den S. zu den verschiedensten Gegenständen des Schmuckes. Bei der Bestimmung des Preises ist namentlich auf Reinheit, Schönheit und Feuer der Farbe und Größe des Volumens zu sehen. Ein Karat wird mit 30—42 Mk bezahlt. S. e von blasser und unreiner Farbe werden das Karat zu 5—6 Mk. verkauft. Bei seiner Verwendung zu Schmucksachen wird er mit Smirgel zersägt, auf einer kupfernen Scheibe mit Smirgel geschliffen und auf einer Zinnscheibe mit Bimsstein, Tripel od. Zinnasche u. Wasser polirt. —