Vitriolöl, u., Schwefelsäure; s. d. Art. Schwefel V. 3.. Bei ihrer Darstellung aus grünem Eisenvitriol wird dieser im Vitriolölbrennofen durch Erhitzen in den Kalzinirhöhlen seines Wassers beraubt und dadurch zu vitriolschmant verwandelt, wobei ein Gewichtsverlust von 33—30 % statt-K findet. Der Schmant kommt alsdann in feuerfeste, irdene Kolben mit irdenen Vorlagen, welche zu 24 Stück in l Galerenöfen dem freien Feuer ausgesetzt sind. In jedem k Kolben befindet sich ungefähr 1 Kg. Vitriol. Zuerst destil-Ux lirt eine wässerige Säure, hitriolspiritus, Phlegma, über, welche meistens weggegossen wird; sodann kommen weiße Nebel, welche in die mit 33 g. Wasser gefüllten Vorlagen übergehen. In 32—36 Stunden ist die Destillation, welche zuletzt bei Weißglühhitze der Kolben vor sich geht, beendigt. Man erhält ungefähr 30/ vom kalzinirten Vitriol an V.; der Rückstand, bestehend aus basisch schwefelsaurem Eisenoxyd u. fremden Beimengungen, hat eine rothe Farbe u. wird unter dem Namen Colcothar, Todtenkopf oder Caput mortuum als Farbe gebraucht; s. übr. d. Art. Schwefel, Schwefelsäure, Bleikammer etc. Vitrum, n., Iat., Glas, bes. Hohlglas; v. plumbi oder saturni, Bleiglas.