Glühwachs, n., frz. cire f. àdorer, engl. gilder's wax, dient, um vergoldeten Gegenständen eine lebhafte Glanzfarbe zu ertheilen; besteht aus 12 Th. gelbem Wachs, 4 Th. Grünspan, 4 Th. weißem Vitriol, 2 Th. Kupferwasser, ½ Th. Borax, 6 Th. Röthelstein, 2½ Th. Kupferasche u. ½¼ Th. Caput mortuum. Das Wachs wird zerlassen und die anderen Substanzen zugesetzt. Eine andere guterprobte Mischung ist folgende: man schmilzt 6 Th. Wachs und setzt nach u. nach ein feingepulvertes Gemenge von 3 Th. Zinkvitriol, 1/½ Th. Kupferoxyd (Kupferasche), ½ Th. Borax, 3 Th. Eisenoxyd und 1 Th. Eisenvitriol unter stetem Umrühren der Masse zu. Die erkaltete Masse formt man in kleine Stangen und bewahrt sie zur Verwendung auf. Um nun einem vergoldeten Gegenstand die gewünschte Goldfarbe zu ertheilen, schmilzt man das G. in einem Gefäß und trägt es mit einem Pinsel möglichst gleichmäßig auf den Gegenstand auf; dann brennt man das Wachs über einem Kohlenbecken vom Gegenstand ab, taucht das heiße Metall in Wasser und bürstet es tüchtig mit Esfig ab.